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Webdesign für Handwerksbetriebe: Worauf es bei einer Handwerker-Website wirklich ankommt

Eine Website für einen Handwerksbetrieb hat zwei Aufgaben: Anfragen bringen und Mitarbeiter gewinnen. Woran die meisten Handwerker-Websites scheitern und welche Bausteine den Unterschied machen.

7 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Website für einen Handwerksbetrieb hat zwei Aufgaben, und die zweite wird fast immer vergessen. Sie soll Anfragen bringen – und sie soll Mitarbeiter gewinnen. Betriebe, die händeringend Gesellen suchen, haben oft keine einzige Zeile dazu auf ihrer Seite.

Wer Ihre Website tatsächlich öffnet

Drei Gruppen, mit sehr unterschiedlichen Absichten. Erstens: jemand mit einem akuten Problem, meist auf dem Handy, der wissen will, ob Sie zuständig sind und wie er Sie erreicht. Zweitens: jemand, der ein größeres Vorhaben plant und mehrere Betriebe vergleicht. Drittens: ein Geselle oder Azubi, der schaut, ob der Laden etwas taugt.

Die meisten Handwerker-Websites bedienen nur die zweite Gruppe – viel Text über das Unternehmen, Gründungsjahr, Werte. Die erste Gruppe springt ab, weil sie die Telefonnummer nicht findet. Die dritte findet gar nichts.

Die Bausteine, die wirklich etwas ändern

Erreichbarkeit, ohne zu suchen. Telefonnummer sichtbar im oberen Bereich, als Link antippbar, nicht als Bild. Auf dem Handy gehört ein fester Anruf-Knopf an den unteren Bildschirmrand. Das klingt banal und ist der häufigste Grund für verlorene Anfragen.

Eigene Seite je Leistung. Eine Sammelseite „Unsere Leistungen” mit zehn Stichpunkten hat bei Google keine Chance. Wer nach einer bestimmten Leistung in seiner Stadt sucht, findet nur Seiten, die genau diese Leistung behandeln. Das ist gleichzeitig der Grund, warum ein Onepager irgendwann an seine Grenze stößt.

Echte Bilder statt Stockfotos. Kein anderes Gewerk profitiert so stark von eigenen Fotos: das eigene Team, die eigenen Fahrzeuge, fertige Arbeiten. Ein Vorher-Nachher einer echten Baustelle überzeugt mehr als jeder Werbetext, und es beweist, dass es den Betrieb wirklich gibt.

Eine Seite für Bewerber. Wer Fachkräfte sucht, braucht eine Unterseite, die nicht wie eine Stellenanzeige klingt: Wie sieht ein Arbeitstag aus, was für Fahrzeuge und Werkzeug gibt es, wie läuft die Einarbeitung, wer ist der Ansprechpartner. Mit Foto. Viele Betriebe stecken fünfstellige Beträge in Personalsuche und haben null Zeilen dazu auf der eigenen Seite.

Orts- und Gebietsbezug im Text. Wenn nirgends steht, in welchen Orten Sie arbeiten, kann Google den Bezug nicht herstellen. Das ist kein Trick, sondern eine Information, die Ihre Kundschaft ohnehin sucht.

Technisch: zwei Dinge, der Rest ist Beiwerk

Das Handy ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Der größte Teil der Besucher kommt vom Telefon, oft mit schlechtem Empfang im Transporter oder auf der Baustelle. Eine Seite, die am Schreibtisch gut aussieht und auf dem Handy acht Sekunden lädt, verliert genau die Anfragen, die am dringendsten sind.

HTTPS muss sauber funktionieren. Ohne gültiges Zertifikat warnen Browser mit einem Hinweis, der jeden Laien sofort abschreckt. Prüfen Sie dabei auch die Adresse ohne „www” – es kommt häufiger vor, dass nur eine der beiden Varianten korrekt eingerichtet ist und die andere eine Fehlermeldung zeigt, ohne dass es jemandem auffällt.

Der häufigste Denkfehler

Viele Betriebe erwarten, dass eine neue Website von allein Anfragen bringt. Sie ist aber nur das Ziel – die Besucher müssen erst einmal kommen. Für die lokale Suche ist das Google-Unternehmensprofil meist sogar wichtiger als die Website selbst. Beides zusammen wirkt deutlich stärker als jedes für sich, weil Google die Übereinstimmung zwischen beiden Quellen als Vertrauenssignal wertet. Mehr dazu im Beitrag zu lokalem SEO für Handwerksbetriebe.

Ein ehrlicher Test für Ihre jetzige Seite

Nehmen Sie Ihr Handy, öffnen Sie Ihre Website und stoppen Sie die Zeit, bis Sie Ihre eigene Telefonnummer antippen konnten. Wenn das länger als fünf Sekunden dauert, haben Sie Ihr dringendstes Problem gefunden – und es ist kein Designproblem.

Was die Umsetzung kostet, steht im Beitrag Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb, und unsere Leistungen dazu finden Sie unter Webdesign.

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