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Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb? Preise und was sie bestimmt

Die häufigste Frage vor dem Auftrag – und die am seltensten beantwortete. Konkrete Startpreise, die vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben, und die laufenden Kosten, die viele Angebote verschweigen.

7 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Website für einen Handwerksbetrieb beginnt bei etwa 1.190 € für einen kompakten Auftritt auf einer Seite und bei rund 2.490 € für einen vollständigen Firmenauftritt mit mehreren Unterseiten. Dazu kommen laufende Kosten ab 9,90 € im Monat für Hosting. Was den Preis innerhalb dieser Spanne bestimmt, steht weiter unten.

Warum fast niemand Preise nennt

Wer nach Preisen für eine Website sucht, landet meistens bei „Preis auf Anfrage”. Das hat einen nachvollziehbaren Grund: Der Aufwand hängt wirklich vom Umfang ab, und ein pauschaler Preis trifft im Zweifel beide Seiten falsch. Für Sie als Betrieb ist das trotzdem unbefriedigend, weil Sie vor dem ersten Gespräch nicht einschätzen können, ob Sie über 2.000 oder über 20.000 Euro reden.

Deshalb hier konkrete Startpreise. Sie gelten für einen Betrieb üblicher Größe und verschieben sich mit dem Umfang – aber Sie wissen, woran Sie sind.

Die drei üblichen Größenordnungen

Kompakter Auftritt auf einer Seite, ab 1.190 €. Alle wichtigen Informationen auf einer scrollbaren Seite: Leistungen, Einzugsgebiet, Ansprechpartner, Kontaktformular. Sinnvoll für kleine Betriebe, die bisher gar nicht oder nur mit einem veralteten Auftritt im Netz sind und schnell etwas Vorzeigbares brauchen.

Vollständiger Firmenauftritt, ab 2.490 €. Mehrere Unterseiten für einzelne Leistungen, Referenzen, Team und Stellenangebote. Das ist der Normalfall für Betriebe ab etwa zehn Mitarbeitenden – vor allem, weil sich nur so Seiten für einzelne Leistungen und Orte bauen lassen, die bei Google überhaupt eine Chance haben.

Individuelle Lösung, ab 3.490 €. Sobald etwas dazukommt, das kein Standardbaukasten abbildet: Kundenportal, Terminbuchung, Anbindung an die Handwerkersoftware, digitale Angebote. Hier zählt nur, was ausdrücklich im Angebot steht.

Die vier Faktoren, die den Preis treiben

1. Anzahl der Unterseiten. Der mit Abstand größte Hebel. Jede zusätzliche Seite bedeutet Struktur, Text, Bilder und Abstimmung. Üblich sind 149 € bis 299 € pro zusätzlicher Standardseite.

2. Wer die Texte schreibt. In fast keinem Angebot ist Texterstellung enthalten – ein Punkt, der regelmäßig für Ärger sorgt. Entweder liefern Sie die Inhalte, oder es wird gesondert beauftragt. Fragen Sie das vorher ab.

3. Bilder. Eigene Fotos von Ihren Baustellen, Ihrem Team und Ihren Fahrzeugen wirken bei Handwerksbetrieben deutlich besser als Stockfotos – kosten aber einen Fototermin. Zuschnitt und Optimierung vorhandener Bilder liegen bei 25 € bis 75 €.

4. Sonderfunktionen. Terminbuchung, Mitarbeiterportal, Shop für Ersatzteile. Alles, was über ein Kontaktformular hinausgeht, ist Projektarbeit und sollte vorher schriftlich abgegrenzt sein.

Die laufenden Kosten, die oft untergehen

Eine Website ist kein einmaliger Kauf. Sie braucht Hosting, SSL-Zertifikat, Backups und technische Updates, sonst wird sie innerhalb weniger Jahre zum Sicherheitsrisiko. Realistisch sind 9,90 € im Monat für Hosting und ab 19,90 € im Monat für Wartung. Dazu die Domain, die direkt beim Registrar anfällt.

Achten Sie bei Wartungsangeboten auf eine klare Zeitgrenze. „Wartung inklusive” ohne Angabe, wie viele Minuten im Monat enthalten sind, führt zwangsläufig zu Streit – entweder bekommen Sie weniger als erwartet, oder Ihr Dienstleister arbeitet unbezahlt und verliert die Lust.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Vorsicht bei Angeboten mit niedrigem Einstiegspreis und langer Mindestlaufzeit, bei denen die Website Ihnen am Ende nicht gehört. Fragen Sie konkret: Wem gehört die Domain? Komme ich an meine Inhalte, wenn ich wechsle? Was kostet die Übergabe? Ein seriöser Anbieter beantwortet das ohne Zögern.

Genauso skeptisch sollten Sie bei Ranking-Garantien sein. Niemand kann einen Platz bei Google zusichern, und wer es verspricht, verkauft Ihnen etwas, das er nicht liefern kann.

Was es bei uns kostet

Unsere Startpreise stehen offen auf der Seite zu Paketen und Preisen – einschließlich der laufenden Leistungen und des Stundensatzes für alles, was außerhalb des Pakets liegt. Was in Ihrem Fall zusammenkommt, hängt von Umfang und Betriebsgröße ab; die Größenordnung können Sie aber vorher einschätzen.

Mehr dazu, woran eine Handwerker-Website inhaltlich scheitert oder gelingt, steht im Beitrag Webdesign für Handwerksbetriebe.

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